Starker LCAV-Nachwuchs bei den Österreichischen Meisterschaften in Villach
Mit einem großen Aufgebot und zahlreichen starken Leistungen präsentierte sich der LCAV Jodl Packaging bei den Österreichischen Meisterschaften der Altersklassen U16 und U20 am 12. und 13. September im Stadion Villach-Lind. Auch wenn es diesmal nicht ganz für eine Medaille reichte, zeigten die LCAV-Athletinnen und -Athleten mit mehreren Topplatzierungen und persönlichen Bestleistungen, dass sich die Nachwuchsarbeit des Vereins sehr erfreulich entwickelt.
Die Meisterschaften waren so groß wie noch nie: 555 Athletinnen und Athleten hatten insgesamt 1.018 Nennungen für Einzelbewerbe abgegeben. Damit wurde erstmals bei einer ÖLV-Veranstaltung die Marke von 1.000 Einzelnennungen überschritten. Zum Vergleich: 2022 waren es noch 422 Athlet und 817 Einzelnennungen. In entsprechend großen und stark besetzten Starterfeldern mussten sich auch die Nachwuchsathleten des LCAV behaupten.
Lilly Schweitzer läuft als U14-Athletin auf Rang vier
Für eines der herausragenden LCAV-Ergebnisse sorgte Lilly Schweitzer. Die erst 13-Jährige ist eigentlich noch in der U14 startberechtigt, stellte sich aber bereits der deutlich älteren Konkurrenz über 1.000 Meter der U16. In starken 3:07,13 Minuten belegte sie den ausgezeichneten vierten Platz und verpasste damit eine ÖM-Medaille nur knapp. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Lilly auch in den nächsten beiden Jahren noch der U16-Klasse angehören wird.
Ebenfalls nahe an die Spitze kam Andreas Frey. Der U16-Athlet, der erst eine Woche zuvor bei den oberösterreichischen Meisterschaften mit 13,14 Metern Landesmeister im Kugelstoßen geworden war, erreichte in Villach mit 13,02 Metern den sehr guten fünften Rang. Im 100-Meter-Sprint stellte er sich ebenfalls der starken österreichweiten Konkurrenz.
Gregor Celko setzte seine erfreuliche Entwicklung im Stabhochsprung fort. Nach 2,70 Metern bei den Landesmeisterschaften steigerte er seine persönliche Bestleistung in Villach auf 2,80 Meter und belegte damit Rang sechs.
Starke U20-Mannschaft
Auch die U20-Athleten des LCAV konnten sich in mehreren Bewerben gut in Szene setzen. Linus Wagner erreichte über 800 Meter in 2:03,39 Minuten den sechsten Platz. Alexander Oberhumer qualifizierte sich über 100 Meter mit 11,34 Sekunden für den Endlauf (in dem er sich leider verletzte und daher unter seinen Möglichkeiten blieb) und belegte außerdem im Kugelstoßen mit neuer persönlicher Bestleistung von 12,07 Metern Rang sechs.
Nikolaus Seifriedsberger lief über 200 Meter in 23,24 Sekunden persönliche Bestleistung und kam damit auf den achten Gesamtrang. Lorenz Baierl erreichte über dieselbe Distanz 23,73 Sekunden und über 400 Meter in 53,04 Sekunden Rang zehn. Alexander Brunmayr stellte über 5.000 Meter in 17:55,00 Minuten ebenfalls eine persönliche Bestleistung auf.
Für ein starkes Mannschaftsergebnis sorgte die männliche U20-Staffel. Nikolaus Seifriedsberger, Laurenz Köbrunner, Simon Kirchweger und Lorenz Baierl liefen die 4 x 100 Meter in 43,95 Sekunden. Das bedeutete persönliche Bestleistung für die Staffel und den ausgezeichneten fünften Platz bei den Österreichischen Meisterschaften.
Wilma Humer knapp am Podest vorbei
Bei den U20-Mädchen überzeugte einmal mehr Wilma Humer. Über 1.500 Meter lief sie in 4:58,23 Minuten auf den vierten Platz und verpasste Silber und Bronze nur äußerst knapp. Über 800 Meter erreichte sie in 2:22,74 Minuten zusätzlich Rang sieben.
Julia Gappmaier bestätigte ihre Vielseitigkeit auch auf österreichischer Ebene. Im Kugelstoßen steigerte sie ihre persönliche Bestleistung auf 10,34 Meter und erreichte damit Rang sechs. Bereits bei den oberösterreichischen Meisterschaften hatte sie in mehreren Wurf- und Sprungbewerben persönliche Bestleistungen erzielt.
U16-Mädchen sammeln wertvolle ÖM-Erfahrung
Auch die junge U16-Mannschaft zeigte, dass beim LCAV einiges nachkommt. Josephine Maringer übersprang im Hochsprung 1,50 Meter und teilte sich damit Rang sieben. Im Dreisprung gelang ihr mit 10,18 Metern eine neue persönliche Bestleistung und Rang neun.
Valerie Aschenberger verbesserte sich im Dreisprung auf 9,90 Meter und belegte Rang zwölf. Marie Fischer erreichte im Stabhochsprung mit 2,40 Metern den sechsten Platz. Gemeinsam mit Lilly Schweitzer, Josephine Maringer und Valerie Aschenberger lief sie außerdem in der 4-x-100-Meter-Staffel. Das Quartett erzielte mit 53,33 Sekunden eine neue Bestleistung und belegte in dem großen Feld Rang 13.
Von sieben auf 16 AthletInnen – Nachwuchsarbeit trägt Früchte
Besonders erfreulich ist ein Blick auf die Entwicklung der Teilnehmerzahlen. Noch 2025 war der LCAV mit sieben Athletinnen und Athleten zu den österreichischen U16/U20-Meisterschaften nach Feldkirch gereist. Damals sorgte Alexander Oberhumer mit Bronze über 100 Meter der U16 in 11,54 Sekunden für den sportlichen Höhepunkt.
Ein Jahr später standen in Villach bereits 16 Athletinnen und Athleten des LCAV Jodl Packaging zumindest einmal in einer Einzel- oder Staffelentscheidung in der Ergebnisliste. Die Mannschaft hat sich damit innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Noch deutlicher wird die Entwicklung im längerfristigen Vergleich: 2024 waren bei dieser ÖM mit Linus Wagner und Wilma Humer nur zwei LCAV-AthletInnen in den Einzelbewerben vertreten.
Dass 2026 gleich eine so große Gruppe die Qualifikation für Österreichische Meisterschaften geschafft hat, ist daher mindestens ebenso erfreulich wie die einzelnen Spitzenplatzierungen. Dazu kommt, dass etliche der erfolgreichen Athletinnen und Athleten noch am Beginn ihrer Entwicklung stehen und teilweise sogar gegen ältere Jahrgänge antreten.
Eine Medaille wie im Vorjahr blieb dem LCAV in Villach zwar knapp verwehrt. Mit mehreren vierten bis sechsten Plätzen, zahlreichen persönlichen Bestleistungen und vor allem einer stark gewachsenen Mannschaft fällt die Bilanz dennoch positiv aus. Die Leistungen in Villach zeigen, dass sich der LCAV Jodl Packaging im österreichischen Nachwuchs zunehmend breiter aufstellt – und dass in den kommenden Jahren mit dieser jungen Mannschaft noch einiges zu erwarten ist.













